Die Hunde von Kecel
23. Februar 2012:
Das angebotene Kastrationsprogramm für in Ungarn vermittelte Kecel-Hunde greift und immer mehr Tiere finden auch direkt neue ungarische Besitzer. Sobald es wärmer wird, werden die Kastrationsgutscheine für die Hunde eingelöst und damit neues Leid für neue Welpen verhindert. Auch konnten weitere Tiere auf neue Platze ausreisen. Die Aktion geht weiter und wir berichten darüber.
die neue Transportbox für den Kofferraum25. Januar 2012
Dank der großen Anteilnahme vieler Menschen, die unsere Aktion für die Hunde in Kecel durch Adpotionen, Pflegestellen oder Spenden unterstützen, können wir einen erfreulichen Zwischenbericht geben:
- Viele Hunde konnten die Station verlassen, weil sie vermittelt wurden auf Pflege- oder Endstellen oder in einer anderen Station bis zur Vermittlung untergebracht werden. Auch in Ungarn sind bereits Hunde durch die Werbe- und Informationsmassnahmen der durch uns unterstützten Tierschützer vor Ort bei ihren neuen Familien eingezogen.
- Das Angebot der Kastrationskostenübernahme für in Ungarn vermittelte Hunde,
das durch Ihre Spenden möglich ist, wird genutzt
- Durch die Spendengelder wurde die Anschaffung einer Transportbox möglich, damit die Hunde transportiert werden können, z.B. für Fahrten zur Kastration.
7. Januar 2012
Liebe Interessenten am Schicksal der Hunde von Kecel,
wir haben uns entschieden, uns ab sofort aus der Auslandsvermittlung der noch in der Tötungsstation in Kecel befindlichen Hunde herauszuhalten. Dieser Schritt fällt
uns sehr schwer. Aber da unser ungarischer Tierschützer keinen Zugang mehr zu den Tieren bekommt, haben wir keinerlei Möglichkeiten, die zur Vermittlung dringend
erforderlichen Informationen über die Tiere zu erhalten.
Bitte wenden Sie sich für Adoptions- oder Pflegestellen-Angebote zu den Hunden an den Tierschutzverein Robin Hood Österreich.
Wir unterstützen die Tierschützer vor Ort weiterhin bei der Vermittlung innerhalb Ungarns!
Werbeaktion zur Adoption von Kecel-Hunden in UngarnDamit möglichst viele Kecel-Hunde direkt in Ungarn vermittelt werden können, übernehmen wir den Hauptteil der Adoptionskosten und die nachfolgende Kastration.
Eine Aktion der ungarischen Tierschützer vor Ort wendet sich per Zeitungsanzeigen und Radiospots direkt an die
Bevölkerung.
6. Januar 2012
Wir wurden darüber informiert, dass die für die Tötung Kecel zuständige Notarin in Zukunft
jede Zusammenarbeit mit unserem Tierschützer vor Ort ausschliesst. Er hat keinen Zutritt mehr in die Zwinger direkt zu den Hunden und das Dokumentieren der Situation wurde ihm untersagt.
Damit wurde ein wichtiger Augenzeuge und engagierter Tierschützer, durch dessen mutige Informationen das große öffentliche Interesse auf die Hunde in Kecel und deren Zustände gelenkt wurde, zum
"Nestbeschmutzer" abgestempelt.
Unverändert erhoffen wir uns von der Werbeaktion in den ungarischen Medien, die sich mit der Bitte an die ungarische Bevölkerung richtet, Hunde aus Kecel zu adoptieren,
die Rettung wenigstens einiger Tiere.
Wir wissen nicht, wie lange die privat initiierte Webseite in Kecel für die Hunde vor Ort ohne Kontakt zu den Tieren noch aufrecht erhalten werden kann.
Der Nachschub an Hunden nach Kecel hält unvermindert an und die Zahl der Hunde dort liegt mittlerweile bei ca. 100 Tieren.
Die österreichische Organisation Robin Hood hat die Arbeit dort aufgenommen und wird zukünftig für alle Informationen zur Verfügung stehen. Wir werden versuchen, deren
Aktionen zu unterstützen und auch Futterspenden zu leisten.
Aber ohne die wertvolle Arbeit unseres Tierschützers und dessen Bewegungsfreiheit vor Ort fehlen uns tagesaktuelle Informationen
und die detailreichen Kenntnisse zu den einzelnen Hunden, die wir als Basis für eine nachhaltige Vermittlungsarbeit benötigen.
3. Januar 2012
Leider hat sich die Situation auch zum Jahreswechsel für die Hunde nicht verbessert.
Die Notarin von Kecel verhindert weiterhin beharrlich jede "Einmischung" von aussen und beschreibt die Unterbringungssituation der Hunde und deren
Zustand als gut!
Außer Verpflegung für die Tiere zur Verfügung zu stellen, haben wir keinen Handlungsspielraum. Fotos dürfen innerhalb der Tötungsstation nicht mehr gemacht werden (...), Tierschützer haben außerhalb der regulären Öffnungszeit (1x pro Woche) keinen Zutritt! Unter diesen Umständen ist keine seriöse Arbeit oder Auslands-Vermittlung möglich, um die akut anstehende Tötung der Hunde zu verhindern. Wir haben uns deshalb entschlossen, die Vermittlung innerhalb Ungarns aktiv zu unterstützen, indem wir
- von den geforderten offiziellen Adoptionskosten von 18 Euro (5000 Ft) pro Hund jeweils 15 Euro für Chip, Tollwutimpfung und Impfpass übernehmen
- für jeden adoptierten Hund einen Gutschein spenden zur Übernahme der Kastrationskosten innerhalb von 4 Wochen
Wir hoffen, auf diesem Weg ungarischen hundelieben Menschen in einer schwierigen finanziellen Situation die Entscheidung leichter zu machen und dabei den akut durch Tötung bedrohten Hunden schnell zu einem besseren Leben zu verhelfen.
Wir danken an dieser Stelle allen Menschen, die uns bis jetzt durch Spenden beim Projekt Kecel unterstützen. Da unsere Mittel aber bei weitem nicht ausreichen, alle Kastrationskosten stemmen zu können, sind wir nun besonders auf ihre großzügige Hilfe angewiesen.
23. Dezember 2011:
Die Veröffentlichung der Zustände in Kecel hat zu massiven Protesten vieler Tierschützer geführt und eine Menge Staub aufgewirbelt.
Leider haben selbst tolle Hilfsangebote befreundeter Tierschutzorganisationen wie
- die Kastration aller in der Tötung Kecel befindlichen Hunde
- großzügige Sofort-Futterspenden und langfristig zugesagte Unterstützung bei der Versorgung
- Spenden für die Verbesserung der Unterbringungssituation (z.b. für Stroheinschütte und Überdachung) und
- Übernahmezusagen vieler Hunde durch Organisationen und Privatpersonen
bislang zu keiner Verbesserung der absolut katastrophalen Lebensumstände der Tiere geführt. Und dabei könnte sofort gehandelt werden, die Unterstützung ist überwältigend! Keines der Tiere müsste mehr leiden. Die Verwaltung reagiert auf die enorme Aufmerksamkeit mit völliger Abschottung der Station. Wir wissen nicht, wie es den Hunden momentan geht und können zur Zeit keine Auskunft geben. Wir danken allen Einzelpersonen und Orgas, die mit in den Startlöchern stehen, um wirklich und direkt zu helfen - und hoffen mit ihnen, dass es nicht bald für viele Hunde zu spät sein wird.
HILFE!
20. Dezember 2011:
Der Zustand der meisten Hunde ist viel schlechter, als wir zuerst annehmen konnten. Zu ihrem puren Überleben ist dringend eine
sofortige Behandlung erforderlich! Die meisten Tiere können so noch nicht vermittelt werden. Deshalb müssen wir schnell und vor Ort
handeln.
Die Notlage ist unbeschreiblich!
17. Dezember 2011: Viele kleinere Hunde in der Tötungsstation in Kecel sind bereits erfroren!
Alle Tiere sind völlig ausgehungert und bei der Kälte sterben sie reihenweise weg!
Aus Hunger fressen sich die Hunde sogar gegenseitig auf!
Bitte helfen Sie, damit die Tiere wenigstens gefüttert werden können. Auch wenn sie zum Tod verurteilt sind, ist das unnötige Leiden davor eine unbeschreibliche zusätzliche Grausamkeit.
Es gibt schwere Knochendeformationen und auch Hautkrankheiten bei den Tieren, die sich aufgrund der Haltung ausbreiten; es gibt Welpen, die wie durch ein Wunder noch am Leben sind; es gibt Bilder, die man nicht sehen will.

Infos zur Tötung in Kecel
Diese Tötungsstation ist neu erbaut und technisch durchdacht wie ein Depot für Maschinen, aber nicht zur Unterbringung von Lebewesen, die frieren, die Schutz suchen, Hunger haben und den Winter überstehen müssen. Auch so kann man dem Wort "Tötungsstation" gerecht werden, ohne weiter Hand anlegen zu müssen. Hier erledigt sich die Aufgabe wie von selbst.
Wir unterstützen auch in Kecel Tierschützer vor Ort, die engagiert und auf einsamem Posten alles tun, um ihren Schützlingen eine Stimme zu geben und deren Leben trotz schrecklicher Umstände erträglicher zu machen.
Nach Kecel werden sowohl auf der Straße eingefangene Hunde gebracht als auch direkt von Hundebesitzern, die ihre Tiere auf diese Art entsorgen. Und dabei handelt es sich nicht um ein Tierheim mit Mindeststandards und wenn auch geringen Vermittlungschancen, sondern um eine Tötungsstation mit über 80 Hunden, auf die nur eine endgültige Spritze wartet. Die meisten von ihnen sind bestens mit Artgenossen sozialisiert und haben ein Vorleben bei Menschen hinter sich, die sie irgendwann loswerden wollten.
Für die Hunde, die dort "einsitzen", gibt es eine ungarische Webseite, auf der Fotos der Tiere abgebildet sind. Klicken Sie sich auf den Seiten durch die Hundebilder, denn die Gesichter sprechen für sich, auch wenn Sie die Texte nicht verstehen.
Sollten Sie sich für einen bestimmten Hund interessieren, bitten wir um Ihre Kontaktaufnahme und den Namen des Hundes, dann übersetzen wir Ihnen gerne schnellstmöglich alle Angaben und versorgen Sie mit den nötigen Informationen!

